but first let us take a selfie

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Seit Kim Kardashian mit ihrem Selfiewahn die Menschheit angesteckt hat, hat jeder von uns mindestens einmal die Frontkamera des Smartphones benutzt und ein sogenanntes “Selfie” gemacht – ein Selbstportrait mit dem Handy. Dabei sind Selbstportraits gar nicht so neu. Ich kann hier beispielsweise nur von mir sprechen und sagen, dass ich solche „Selfies“ schon seit einer gefühlten Ewigkeit kenne und auch mache. Angefangen hat bei mir alles mit ungefähr 13 Jahren. Damals hat man noch nicht die Top Smartphones mit HD-Kamera gehabt, sondern eher die kleine Digitalkamera der Eltern, aber Fotos von sich im Spiegel mit frechem Duckface und coolem Make-Up sind auch da schon mit dabei gewesen. Anbei findet ihr ein paar meiner ersten ‚Selbstportraits‘, die ich zum Teil ganz stolz der Welt präsentiert habe (damals auf MSN, ICQ und SchülerVZ).

Das ‚Selfie‘ heutzutage meint aber nicht einfach nur ein normales Portrait von sich, sondern wirklich die Art sich mit dem Smartphone ins richtige Licht zu rücken. Mittlerweile gibt es dafür Unmengen an Equipment, die für das perfekte Foto dienen: Fisheyeobjektive für das Smartphone, die bekannten Selfiestangen oder Selfiestraps für einen besseren Halt. Ich muss gestehen, dass ich zum Beispiel auch solch ein Gummiband an meinem Handy habe. Nicht zuletzt um wirklich einen besseren Halt beim Fotografieren zu haben, sondern für mich dient es auch praktisch dazu mein Handy nicht aus der Hand fallen zu lassen – das kann ich nämlich ziemlich gut und häufig. Zum Glück kostet mein Handy (Huawei P8) aber auch nicht so viel wie ein Kleinwagen und das bringt mich auch direkt zum ersten

Punkt auf dem Weg zum Knipsen des besten Selfies:

Die Wahl der Kamera.

Zum einen möchte ich euch in diesem Blogpost meine Tipps für bessere Fotos mit dem Handy weitergeben, denn nicht umsonst nennen mich meine Freunde „Selfiequeen“ (ob mich das jetzt glücklich machen sollte stelle ich lieber nicht in Frage :D). In meinem letzten Blogpost ging es schon um Tipps und Tricks, wie ihr bessere Selbstportraits machen könnt, die auch etwas professioneller aussehen und für die ihr eine richtige Kamera und noch weitere Dinge benötigt. Da aber nicht jeder eine Spiegelreflexkamera hat, fangen wir nun mit dem Smartphone an, das wahrscheinlich so gut wie 90 % aller Jugendlichen besitzt.

Wie schon erwähnt ist die Wahl des richtigen Smartphones für die endgültige Qualität des Selfies nicht unwichtig. Der Bildausschnitt bei jeder Kamera ist anders, die Abbildungsqualität und auch das Rauschverhalten zeigen enorme Unterschiede. Die Top Smartphones von Apple oder Samsung sind natürlich super für schöne Fotos, aber nichtsdestotrotz gibt es auch Mittelklasse Handys, die ausreichen. Wenn ihr also wirklich ein Handy haben wollt, das euch auf dem Weg zum perfekten Selbstportrait weiterbringt, dann solltet ihr beim Kauf direkt auf die Qualität der (Front)kamera achten. Unter diesem Link hier findet ihr einige Handys, die perfekte Selfiequalitäten aufweisen. 

Ein weiterer Punkt – vielleicht sogar der wichtigste von allen – ist das perfekte Licht. Manche Blogger und Instagramer, die sich tagtäglich mit dem Erarbeiten des schönsten Fotos auseinandersetzen, nennen es auch „das perfekte Selfie Licht“. Was nützt das schönste Lächeln, wenn man es gar nicht sieht? Das beste Licht bekommt ihr, wenn ihr die Fotos draußen macht oder direkt vor dem Fenster steht. Ihr müsst allerdings darauf achten, dass es nicht zu hell ist. In der prallen Sonne stehen und durch den hochgestreckten Arm Schatten im Gesicht haben ist vielleicht nicht ganz so optimal. Das Licht sollte weich fallen, um euer Gesicht nicht zu kantig wirken zu lassen.

Des Weiteren ist die Wahl das Hintergrundes wichtig. Wenn ihr an einem besonderen Ort seid und einfach nur ein Foto von euch haben möchtet um für die Welt festzuhalten: „Schaut mal, ich steh gerade am Rande eines Vulkans und könnte jeden Moment runterfallen!“, dann ist es eigentlich unwichtig das Drumherum perfekt zu platzieren. Wenn ihr allerdings einfach ein schönes Portraitfoto von euch (z.B. für WhatsApp oder Facebook) haben wollt, dann solltet ihr darauf achten, dass man nicht unnötig viele Gegenstände im Hintergrund sieht. Ein Foto im Schlafzimmer mit dreckigen Socken auf dem Boden, im Badezimmer mit offenem Klodeckel oder in der Küche mit unaufgeräumtem Geschirr ist nicht so schön. Ich habe in meiner Wohnung mittlerweile meine 2-3 Ecken, an denen ich meine Fotos schieße und zeige euch hier wieder einen Vergleich. Eine (weiße) Wand am Fenster eignet sich am besten dafür.

Was mögt ihr am meisten an euch? Was wollt ihr betonen? Meist macht man Selfies ja nicht an den Tagen, an denen man sich besonders schlecht und hässlich fühlt sondern eher dann, wenn man sich gerade schick gemacht hat und dies festhalten möchte. Es kommt immer darauf an was ihr mit eurem Selfie im Endeffekt zeigen möchtet und dann ist die Kameraperspektive wichtig. Wenn ihr euch ein tolles Kleid oder Top gekauft habt, dann solltet ihr das Handy mit möglichst weit ausgestrecktem Arm von euch weghalten und so versuchen, besonders viel von eurem Outfit draufzukriegen. Anders herum mit eurem Make-Up, wenn ihr euch beispielsweise schön geschminkt habt. Habt ihr die Augen betont? Haltet das Handy näher an eurem Gesicht. Habt ihr schöne Locken oder eine tolle Flechtfrisur? Greift mit eurer Hand in die Haare oder haltet das Handy etwas schräg von euch. Auf den folgenden Bildern habe ich euch mal ein paar Beispiele herausgesucht.

Und was kommt dann, wenn man endlich das perfekte Licht, den perfekten Hintergrund und die perfekte Perspektive gefunden hat?  Der perfekte Gesichtsausdruck. Wollt ihr ein fröhliches Bild mit einem breiten Lächeln oder wollt ihr lieber einen lasziven Blick mit Schmollmund? Beides ist machbar, aber einfacher gesagt als getan. Bilder in denen man stur in die Kamera lächelt sehen schnell gestellt aus. Wichtig ist hierbei, dass auch die Augen lächeln und nicht nur der Mund. Das hört sich jetzt total bekloppt an (und ist es wahrscheinlich auch), aber man sieht den Unterschied. Ich mache deshalb selten Selfies von mir auf denen ich so wirklich mit Zähnen zeigen lache und wenn, dann dreh ich meinen Kopf zur Seite, schaue mit den Augen auf den Boden oder nehme die Hand noch mit dazu. Beispiele findet ihr noch einmal hier.

Ernste Bilder liegen mir demnach auch mehr, aber ernst ist nicht gleich ernst. Entweder sieht man auf seinem Foto schnell so aus, als wäre man kurz vorher von der Polizei festgenommen worden und würde das Fahndungsfoto machen oder aber man möchte sich für eine Rolle in einem Porno bewerben. Außerdem wirken solche Bilder schnell unsympathisch und deswegen muss man das perfekte Mittelmaß finden, damit sie trotzdem authentisch wirken. Bei – nennen wir sie mal lasziven Fotos – ist es wichtig nicht nur stur in die Kamera zu schauen, sondern auch etwas mit der Kamera „zu spielen“. Die Augen vielleicht leicht schließen, die Lippen etwas zum Schmollmund formen oder die Hand Richtung Mund bewegen – Et voilá hat man ein schickes Selfie mit dem typischen „Schlafzimmerblick“.

Jetzt haben wir also alles geklärt was es benötigt ein schönes Selfie zu machen. Genauso wichtig wie aber das Foto an sich, ist im Nachhinein die Bearbeitung des Bildes. Nicht umsonst gibt es solche Apps wie Facetune oder Airbrush, die einem auch mit dem Smartphone ermöglichen ohne große Photoshopkünste tolle Effekte zu zaubern. Einen Pickel wegmachen und noch einen Filter drauf und tada: Man sieht gleich aus wie ein andere Mensch.  Schaut euch einfach mal hier die Unterschiede auf meinem Beispielbilde an.

Langer Text – kurzer Sinn bzw. vielleicht auch gar keiner, aber die ein oder anderen mag es vielleicht doch interessieren, wie man denn ein schönes Foto von sich macht. Viele meiner Freunde sagen immer sie seien unfotogen, aber das stimmt so an sich nicht. Man muss sich nur einfach mit dem Thema auseinandersetzen und dadurch, dass ich selbst schon seit Ewigkeiten fotografiere, habe ich auch mittlerweile so gut wie alles ausprobiert. 

An dieser Stelle hoffe ich aber, dass euch der jetzige Beitrag gefallen hat und freue mich über Feedback!

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