Vom Morgenmuffel zum Frühaufsteher

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Ich kann von Glück sagen, dass ich nie große Schwierigkeiten hatte früh aufzustehen. Das habe ich von meiner Mutter, denn wir können beide um 5 Uhr morgens ohne große Probleme aufstehen. Zwar haben wir beide dann so kleine Augen, wie ein Maulwurf und sind kurz angebunden, aber das hält auch nur 5 Minuten an. Nach dem ersten Kaffee kann für uns der Tag starten – total motiviert und vor allem wach. Mein Vater oder mein Freund hingegen kommen nur ganz schwer aus den Federn. 30 Wecker gestellt, halbe Stunde zum wach werden. So ist das eben: Manche Leute sind Morgenmuffel und manche Frühaufsteher. Versteht mich bitte nicht falsch! Ich liebe es zu Schlafen! Fragt mich jemand: „Vanessa, was sind deine Hobbys?“ antworte ich immer mit: „Fotografieren, essen und schlafen.“ Ohja, ich könnte den ganzen Tag schlafen. Leider ist das nicht möglich und vor allem in meiner Situation völlig unangebracht. Ich habe tagtäglich so viele Dinge zu erledigen, dass ich mir endlos langes Schlafen gar nicht erlauben kann. Als ich noch jünger war konnte ich immer locker bis 12 Uhr mittags am Wochenende schlafen. Heute geht das leider nicht mehr und ich bin spätestens um 10 Uhr – ohne Wecker – auf der Matte. Das liegt aber hauptsächlich daran, dass ich in der Woche immer sehr früh aufstehen muss. Zwischen halb 5 oder halb 6 klingelt meist der Wecker zu Arbeit. Wenn ich die 4 auf dem Display sehe würde ich mich am liebsten umdrehen und weiterschlafen. Dann gebe ich mir aber einen Ruck, taumele Richtung Küche und mach die Kaffeemaschine an. 5 Minuten später bin ich hellwach! Heute möchte ich euch mal ein paar Tipps geben, wie man am besten von einem Morgenmuffel zum Frühaufsteher wird. 

 Der schlaue Wecker
Alle 90 Minuten wechseln unsere Schlafphasen zwischen Traumschlaf, Leichtschlaf und Tiefschlaf. Im letzteren fällt das Aufstehen besonders schwer. Wie weiß man aber, dass man gerade eine Leichtschlaf-Phase hat und am besten um 06.25 Uhr aufstehen sollte und nicht erst um 06.15 Uhr? Es gibt Wecker, die deine Bewegungen und Geräusche in der Nacht aufzeichnen. Dadurch kann der Wecker die idealen Schlafphasen erkennen und weckt dich dann, wenn du gerade eh nicht tief am Schlummern bist. Ich habe so einen Wecker selbst vor ein paar Wochen das erste mal probiert und muss sagen, dass er ziemlich gut ist! Meine Empfehlung ist z.B. zum Testen „Sleep as Android“. Vor allem ist es lustig sich am nächsten Morgen die Aufnahmen der Nacht anzuhören. Ich rede zum Beispiel viel während dem Schlafen und habe dann am nächsten Morgen jede Menge über sich zum Lachen! (Weitere Apps sind: Sleepcycle, Sleep Bot)

 Fitnessarmband
Genauso ähnlich wie diese Apps funktionieren auch die Fitnessarmbänder, die eure Schritte am Tag aufzeichnen. Sie haben ebenso eine Funktion eure Tief- und Leichtschlaf-Phasen aufzuzeichnen und euch genau in der richtigen Zeit zu wecken. Ich habe so ein Armband zwar nicht, aber überlege es mir zu bestellen. Ich denke, dass dieses noch präziser als ein Wecker ist und generell sicherlich auch nicht unnütz. Laut Recherche im Internet gibt es viele verschiedene mit unterschiedlichen Preiskategorien, aber z.B. MiBand und Smartband SWR 10 sollen ganz gut sein. Die Armbänder funktionieren auch mit einer App und wecken euch ganz sanft durch Vibrationen.

Das richtige Weckgeräusch

Ein lauter Rasselwecker ist zwar effektiv, aber alles andere als förderlich, wenn man gut gelaunt und fit in den Tag starten möchte. Am besten stellt ihr euch ein beruhigendes Geräusch ein: Sommergewitter, Meeresrauschen, Grillen. Stellt den Wecker so ein, dass die Lautstärke stetig steigt. So werdet ihr langsam nach und nach vom Geräusch geweckt. Ich persönlich empfehle keine Lieder als Wecker.  Früher habe ich meine Lieblingslieder auch als Wecker verwendet und – wen wundert es – nach kurzer Zeit waren es dann auf einmal nicht mehr meine Lieblingslieder. Auch wenn ich diese Lieder noch heute höre, bekomme ich schlechte Laune. Lieber neutrale Geräusche, die bei euch dann auch keine schlechten Erinnerungen hervorrufen können! Ein Radiowecker ist zum Beispiel auch eine gute Idee oder ein Wecker, der euch das Wetter ansagt.

 Das richtige Licht
Es gibt Wecker, die euch nicht durch Töne wecken, sondern einzig und allein durch Lichtsignale. Ich persönlich habe so etwas noch nicht ausprobiert, aber kann mir gut vorstellen, dass es stimmt. Im Sommer werde ich oft alleine durch das Sonnenlicht wach und nicht durch ein störendes Geräusch. Diese Lichtwecker stimulieren und dimmen von rötlich schwachem Licht bis leuchtend hellem langsam hoch. Das richtige Licht hilft enorm um besser in den Tag zu starten. Wenn ihr im Sommer wach seid macht einfach direkt nach dem Aufstehen die Rollos hoch und lasst das Tageslicht hinein. Im Winter könnt ihr euch am besten aufrappeln, indem ihr sofort die Lampen im Raum anmacht. Somit werdet ihr auch viel schneller munter.

 Erst einmal Durchatmen
Seid ihr dann einmal vom Wecker wachgeworden und aufgestanden, kann euch ein kurzer Ausflug am offenen Fenster gut tun. 5 Mal kräftig Durchatmen und die Kälte spüren – ihr fühlt euch gleich wacher und fit!

 Bewegung
Strecken, Dehnen, Beugen. Wenn ihr euch total schlapp und steif fühlt, können leichte Übungen am Morgen helfen, damit ihr wieder fitter seid. Außerdem könnt ihr den Wecker auch einfach ganz laut stellen und am Ende des Raumes platzieren. Somit müsst ihr euch definitiv bewegen um ihn auszuschalten und seid dann auch direkt aufgestanden und wach. Jetzt wieder zurück ins Bett zu gehen lohnt sowieso nicht!

 Kaltes Wasser
Noch ein frische Kick bringt kaltes Wasser mit sich. Traut ihr euch morgens kalt zu Duschen? Das ist mit einer der besten Tipps um schnell munter zu werden. Ansonsten reicht aber auch einfach das Waschen mit kaltem Wasser im Gesicht. Eine Hand voll und ihr fühlt euch direkt wacher und fitter! Ich habe übrigens auch schon von Leuten gehört, die direkt nach dem Aufstehen ein Glas kaltes Wasser trinken und angeblich fitter sein sollen. Ob das hilft? Man sollte es mal austesten.

 Nehmt euch Zeit
Da ich keine großen Probleme mit dem Aufstehen habe, reichen mir morgens auch nur 30 Minuten um mich zu waschen, zu schminken und noch einen kleinen Kaffee zu trinken. Wenn ihr allerdings erst lernen müsst schneller wach zu werden, solltet ihr euch die Zeit nehmen, die ihr braucht! Hetzt euch nicht und geht alles in Ruhe an. In 5 Minuten Essen, Trinken und Zähne putzen? Das macht euch nur die Laune kaputt und verursacht einen schlechten Start in den Tag!

 Frühstück
Wenn ich um halb 5 Uhr aufstehe habe ich meistens noch keinen großen Hunger. Das ist für mich einfach viel zu früh zum Essen und ich warte damit, bis ich dann um halb 7 auf der Arbeit bin. Meine Brote habe ich mir schon den Abend vorher geschmiert und habe somit am Morgen keinen Stress mir noch in der kurzen Zeitspanne Essen zuzubereiten. Wenn ihr allerdings erst um 6 oder sogar noch später aufstehen müsst und schon essen könnt, dann tut das auch! Nehmt euch die 15 Minuten Zeit für ein leckeres Müsli mit Milch, Orangensaft oder Obst. Somit startet ihr direkt schon gestärkt in den Tag.

 Koffein
Kaffee, grüner oder schwarzer Tee helfen mir jeden Morgen wach zu werden. Direkt nach dem Aufstehen gibt es eine kleine Tasse Kaffee zu Hause. Auf der Arbeit eine große Tasse und im Laufe des Tages ab und zu Tee. Koffein macht euch klarer und wacher. Übertreibt es nur nicht und verwendet vor allem nicht zu viel Zucker. Dieser weckt sonst nicht nur euch, sondern auch eure Stresshormone.

 Beschäftigung
Wenn ich morgens in die Zeit habe um zu Frühstücken, dann habe ich dabei immer eine Beschäftigung. Ich mache mir leise Musik an oder lese etwas. Vorzugsweise die Zeitung oder Werbeprospekte, aber ansonsten geht auch das Handy. Erst einmal durch Facebook und Instagram scrollen oder Videos bei Snapchat anschauen. Mein WhatsApp lasse ich aber erst einmal zu und beantworte die Nachrichten erst auf dem Weg zur Arbeit in der Bahn. Beim Frühstück möchte ich mich noch entspannt auf den Tag vorbereiten und nicht von irgendwelchen Nachrichten gestresst werden.

 Und wenn das alles nicht hilft…
… müsst ihr am Abend zuvor einfach früher ins Bett gehen! Der Mensch braucht laut Studien 7 Stunden Schlaf. Wenn ihr sowieso schlecht aufstehen könnt, solltet ihr auch einfach versuchen nicht so spät ins Bett zugehen. Außerdem sind regelmäßige Uhrzeiten auch schon eine große Hilfe. Wenn ihr jeden Tag um 6 Uhr aufstehen müsst, solltet ihr auch ungefähr um dieselbe Uhrzeit am Abend Schlafen gehen .Somit kann sich euer Körper darauf einstellen, denn wir Menschen sind Gewohnheitstiere!

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